Hier findest Du eine Schritt für Schritt Anleitung für die manuelle Installation von WordPress.

Bei WordPress handelt es sich um eine kostenlose Software, ein sogenanntes Content-Management-System (kurz CMS), zum erstellen und bearbeiten von Webseiten.


Voraussetzungen für die Installation:

Um WordPress überhaupt installieren zu können, benötigen wir zuerst einen Webspace/Server. Das ist der Speicherplatz, von dem aus die Webseite dem Internet zur Verfügung gestellt wird. Du hast noch keinen Webspace, auf dem du WordPress installieren kannst? Kein Problem!
Hier findest Du eine Auswahl der besten Webspace-Anbieter: Die besten Webspace Anbieter


Voraussetzungen an den Webspace / Server:

Damit WordPress auf dem Server funktioniert, müssen ein paar Voraussetzungen von Seiten des Servers erfüllt sein. Dazu gehören etwa die Unterstützung von PHP, sowie die Möglichkeit eine MySQL Datenbank zu erstellen. Die meisten Webspace-Pakete erfüllen zwar in der Regel alle Voraussetzungen für eine WordPress Installation, es kann aber definitiv nicht schaden das ganze vor der Installation zu überprüfen. 😉

  • PHP-Version 7.2 oder höher
  • MySQL-Version 5.6 oder höher
  • Alternativ MariaDB-Version 10.0

Aktueller Stand: März 2020

An dieser Stelle sei zu erwähnen, dass WordPress auch noch mit älteren Versionen wie etwa PHP-Version 5.2.4 und MySQL 5.0 funktioniert. Diese Versionen haben allerdings das Support-Ende erreicht und beinhalten Sicherheitslücken, welche eine WordPress-Installation unnötig anfällig für Angriffe und Schadsoftware machen.


Eine Datenbank für WordPress einrichten:

Haben wir uns für einen Hosting-Anbieter entschieden, ist der nächste Schritt die Einrichtung einer Datenbank für WordPress. Diese kann in der Regel in der Verwaltungsansicht des Webhosting-Paketes unter dem Menüpunkt Datenbanken verwalten angelegt werden.

Hier ein paar Beispiele:

  • Host Europe: Administration → Webhosting → Datenbanken
  • Strato: Datenbanken und Webspace → Datenbankverwaltung

Dort findet man die bereits vorhandenen Datenbanken und es können neue Datenbanken angelegt oder vorhandene bearbeitet werden. Um eine neue Datenbank zu erstellen muss ein Name, ein Benutzer sowie ein Passwort gewählt werden. So könnte das ganze dann Aussehen:

  • Name der Datenbank: WordPress Datenbank
  • Benutzer: Chewbacca
  • Passwort: ********

Diese Daten werden später benötigt um WordPress mit der Datenbank zu verbinden.


Mit FTP auf den Webspace zugreifen:

Um WordPress installieren zu können, müssen die WordPress-Dateien auf den Webspace bzw. Server hochgeladen werden. Dazu benötigen wir einen FTP-Zugang sowie ein FTP Programm. FTP steht für File-Transfer-Protocol und ermöglicht die Übertragung von Dateien zwischen verschiedenen Computersystemen. In diesem Fall von unserem Computer auf den Server 😉

FTP oder SFTP? Was ist besser? Wenn du die Wahl haben solltest, dann empfehle ich dir natürlich SFTP. Dabei handelt es sich um die SSL Verschlüsselte Variante, was bedeutet, dass der Datenverkehr hier nicht ohne weiteres durch Fremde mitgelesen werden kann.


Einen FTP-Zugang einrichten:

Der FTP-Zugang kann in der Regel auch in der Verwaltungsansicht des Hosting-Anbieters unter dem Menüpunkt FTP-Zugänge verwalten eingerichtet werden:

  • Host Europe: Administration → Webhosting → FTP-Zugänge
  • Strato: Datenbanken und Webspace → SFTP-Zugänge verwalten

Hier finden wir bereits vorhandene FTP-Zugänge, können diese bearbeiten und neue Zugänge erstellen. Haben wir einen Benutzernamen mitsamt Passwort festgelegt, halten wir noch Ausschau nach der Server-Adresse. Hier noch ein Beispiel für einen FTP-Zugang:

  • Server: ftp.strato.com
  • Benutzername: Frank
  • Passwort: **********

Mithilfe dieser Zugangsdaten und einer FTP-Software werden wir im nächsten Schritt auf den Webspace zugreifen.


Die FTP-Software verbinden:

Damit wir auf den Webspace zugreifen zu können, benötigen wir einen FTP-Client bzw. ein FTP-Programm. Ich selber nutze hierfür FileZilla. Diese Software ist kostenlos und sehr beliebt.

Haben wir FileZilla auf unserem Computer installiert, können wir die Software nun starten und uns mit dem Server verbinden. Dazu geben wir unsere FTP-Zugangsdaten in die entsprechenden Felder ein und klicken anschließend auf Verbinden. Das ganze sieht dann so aus:

Vorausgesetzt die Eingaben sind korrekt, haben wir uns nun erfolgreich mit dem Server verbunden. Prima!


WordPress installieren:

Als nächstes benötigen wir natürlich noch die WordPress Dateien. Diese können ganz einfach über die Webseite von WordPress kostenlos heruntergeladen werden. Dort findest du natürlich auch stets die aktuellste Version.

Die heruntergeladene .zip Datei muss anschließend Entpackt werden. Dazu kann z.B. der Entpacker von Windows genutzt werden, einfach mit Rechtsklick auf den WordPress.zip Ordner und auf → alles entpacken/extrahieren klicken.


WordPress Dateien konfigurieren:

In dem entpackten Ordner befindet sich die Datei „wp-config-sample.php“. Diese muss in „wp-config.php“ umbenannt werden, also einfach das „-sample“ aus dem Dateinamen entfernen. Anschließend öffnet ihr die Datei mit dem Windows Text-Editor und ändert folgende Daten:

  • define(‚DB_NAME‘, ‚database_name_here‘);
    Hier kommt statt „database_name_here“ der Name der Datenbank rein.
  • define(‚DB_USER‘, ‚username_here‘);
    Hier kommt statt „username_here“ der Benutzername der Datenbank rein.
  • define(‚DB_PASSWORD‘, ‚password_here‘);
    Hier kommt statt „password_here“ das Passwort eurer Datenbank rein.
  • define(‚DB_HOST‘, ‚localhost‘);
    In der vierten Zeile kommt meist „localhost“ rein. Bei manchen Anbietern wie beispielsweise Host Europe muss hier allerdings eine andere Datenbankhost URL eingetragen werden.

Bevor wir die Dateien auf den Server hochladen und WordPress installieren können, benötigen wir noch einen Sicherheitsschlüssel. Diesen können wir ganz leicht generieren indem wir einfach den Link https://api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ aufrufen, die Daten kopieren und die Platzhalter Daten in der wp-config.php Datei ersetzen.

Wurden alle Daten korrekt in der wp-config.php eingegeben (Auf Groß- und Kleinschreibung achten), kann die Datei abschließend gespeichert werden.


WordPress auf den Server kopieren:

Überlegt euch bereits vorher, ob WordPress im Hauptverzeichnis der Domain (also abrufbar unter www.beispiel.de) oder in einem Unterverzeichnis (abrufbar unter z.B. www.beispiel.de/blog/) installiert werden soll. Bei einem Unterverzeichnis sollte dieses vor dem Upload angelegt werden.

Mit dem FTP Programm loggen wir uns über den zuvor erstellten FTP Zugang in den Server ein und laden nun die Dateien des WordPress Ordners auf den Webspace hoch.


WordPress installieren: Letzte Schritte

Wenn alle Dateien aus dem WordPress Ordner erfolgreich hochgeladen wurden, können wir WordPress installieren. Dazu müssen wir die Installationsdatei „install.php“ im Ordner „wp-admin“ mit unserem Internet Browser aufrufen. Je nachdem ob WordPress in das Haupt- oder in ein Unterverzeichnis hochgeladen wurde, verändert sich der Pfad den wir im Browser eintragen müssen.

Bei einem Hauptverzeichnis: http://www.beispiel-domain.de/wp-admin/install.php
Bei einem Unterverzeichnis:  http://www.beispiel-domain.de/blog/wp-admin/install.php

Auf dieser Seite geben wir nun den Titel der Webseite ein und legen einen Benutzer für das WordPress Dashboard an. Desweiteren geben wir hier eine / am besten unsere Email-Adresse an, welche mit dem Benutzer verknüpft wird. Für den Fall, dass wir unsere Zugangsdaten mal verschusseln, können wir so unsere Identität bestätigen und ein neues Passwort vergeben. An dieser Stelle haben wir noch die Möglichkeit, falls gewünscht, einen Haken bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ zu setzen. Diese Einstellung kann später im Dashboard auch wieder geändert werden. Abschließend klicken wir noch auf „WordPress installieren“ und voilà! Die Installation ist abgeschlossen.


WordPress Dashboard

Um auf das WordPress Dashboard zugreifen und die Webseite bearbeiten zu können, müssen wir uns lediglich noch mit den zuvor erstellten Benutzerdaten einloggen. Dazu rufen wir mit dem Browser den Login-Bereich unserer WordPress Installation auf:

http://beispiel-domain.de/wp-login.php
oder alternativ
http://beispiel-domain.de/wp-admin/

Hier geben wir unsere Zugangsdaten ein und landen anschließend im Dashboard. Von hier aus können wir die Webseite konfigurieren, Seiten und Beiträge erstellen, bearbeiten und verwalten, Plugins und Themes installieren und vieles mehr! Doch das ist ein anderes Thema…